Barkassen bleiben in der Speicherstadt
Fleetsohle muss für Sanierung der Kaimauern angehoben werden
Barkassen prägen heute das Bild in der Speicherstadt. Auf Rundfahrten durch Hamburgs UNESCO Weltkulturerbe können Besucher hier die 120 Jahre alten Lagerhäuser aus nächster Nähe erleben. Damit das auch in Zukunft so bleibt, soll die nötige Sanierung der Kaimauern im engen Dialog mit der Barkassenschifffahrt erfolgen.
Da für den Erhalt des Speicherstadt teilweise eine Anhebung der Fleetsohle nötig wird, können die Barkassen in der heutigen Bauweise die Zufahrt nicht mehr durchgehend gewährleisten. Daher hat der verantwortliche Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) in Zusammenarbeit mit der Barkassenschifffahrt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das insbesondere die Untersuchung möglicher Umbaumaßnahmen an den eingesetzten Barkassen umfasst. Demnach sollen verringerte Aufbauhöhen der Barkassen die Auswirkungen der Fleetsohlanhebung kompensieren. Zudem sollen weitere technische Fragen zur Umsetzung geklärt werden.
Senat bekennt sich zur Barkassenschifffahrt
Der Hamburger Senat bekennt sich ausdrücklich zum Erhalt der Barkassenschifffahrt in der Speicherstadt. „Um Hamburgs historisches Erbe zu erhalten, ist die Sanierung der Kaimauern in der Speicherstadt zwingend notwendig. Angesichts der baulichen Gegebenheiten ist das ein enorm komplexes Unterfangen. Gleichzeitig eint uns mit der Barkassenschifffahrt das gemeinsame Ziel, die touristische Erlebbarkeit der Speicherstadt so umfangreich wie möglich zu gewährleisten. Mit den vereinbarten Maßnahmen und einem kontinuierlichen, engen Austausch haben wir dafür eine gute Grundlage. Die Barkassen werden auch in Zukunft das Bild der Speicherstadt prägen“, sagt Finanzsenator Dr. Andreas Dressel.