Hamburg investiert in die Hochschul-Infrastruktur

12. Januar 2024 17:51 contrast media Events , , ,

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1,5 Milliarden Euro Investitionen für Hochschulprojekte seit 2010

Seit Beginn der 2010er Jahre hat die Hansestadt Hamburg 1,5 Milliarden Euro in ihre Hochschulgebäude investiert. Damit möchte die Stadt das Innovationspotenzial als führender Wissenschaftsstandort stärken. Auch in Zukunft sind weitere Großprojekte in der Hochschul-Infrastruktur geplant. So sollen rund 230 Bestandsgebäude der Hamburger Hochschulen Schritt für Schritt saniert werden. Zudem sind auf die Zukunft gerichtete Projekte in der Forschung und Lehre geplant. Mit den von Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Wissenschaftsministerin Katharina Fegebank vorgestellten Pläne sind über die kommenden Jahrzehnte Investitionen von insgesamt mindestens rund sechs Milliarden Euro erforderlich.

Sanierung von Bestandsgebäuden

Grundlage für den Sanierungsfahrplan ist eine umfassende Untersuchung der vorhandenen Gebäude. Bei der Umsetzung sollen die zur Verfügung stehenden Mittel eng mit den betroffenen Hochschulen abgestimmt werden.

Bereits fertiggestellte Projekte

Die Investitionen in den vergangenen Jahren betrafen unter anderem rund 63 Millionen Euro für das im Jahr 2016 fertiggestellte Center for Hybrid Nanostructures Hamburg (CHyN). Die Aufwendungen für das Hamburg Advanced Research Centre for Bioorganic Chemistry (HARBOR, 2020).betrugen rund und 33 Millionen Euro. Unter den Sanierungsprojekten flossen 120 Millionen Euro für den im Jahr 2023 fertiggestellten Philosophenturm der Universität Hamburg, sowie 395 Millionen Euro für Baumaßnahmen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Rund 222 Millionen Euro fließen in das im Bau befindliche Universitäre Herz- und Gefäßzentrum am UKE.

Im Bau befindliche Projekte

ereits in Bau befinden sich weitere Großprojekte wie das Projekt MIN-Forum und Informatik an der Bundesstraße, das rund 277 Millionen Euro an Mitteln benötigt und 2026 fertiggestellt sein soll. Das Universitäre Herz- und Gefäßzentrum am UKE soll bereits in diesem Jahr fertig sein.

Hamburg Fundamental Interactions Laboratory (HAFUN)
Hamburg Fundamental Interactions Laboratory (HAFUN) – Credit Sprinkenhof

In Planung befindliche Projekte

Für die Einzelmaßnahmen am Hamburg Fundamental Interactions Laboratory (HAFUN) oder die Sanierung des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin haben die Planungen bereits begonnen.

Mit der Science City Hamburg Bahrenfeld soll Hamburgs Wissenschaft einen neuen Stadtraum bekommen, an dem Forschung und Lehre gelebt wird. Für den Der Hochschulstandort Berliner Tor wird komplett restrukturiert und durch Neubauten ergänzt werden. Für die hier beheimatete Hochschule für Angewandte Wissenschaften HAW sind zudem große Flächen im neuen Stadtteil Oberbillwerder in Bergedorf vorgesehen.

„Wir wollen das Richtige am jeweils richtigen Standort tun. Daher sind die Ergebnisse der Bestandsuntersuchung eine gute Basis, um nun in den Planungsprozess einzusteigen. In den vergangenen Jahren haben wir verschiedene Erfahrungen – gute und ehrlicherweise auch nicht so gute – mit großen Bauprojekten gemacht. Diese Erfahrungen wollen wir nutzen, um gemeinsam mit den Hochschulen das beste und flexibelste Modell für Bau und Bewirtschaftung zu entwickeln“, sagt Finanzsenator Dr. Andreas Dressel.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank hebt den innovativen Effekt für das Stadtleben hervor: „Mit der umfassenden Bestandsanalyse der rund 230 Hochschulbauten stellen wir die Weichen in Richtung Zukunft. Diese Zukunft wollen wir für die Wissenschaft auch räumlich modern, nachhaltig und innovativ gestalten. Deshalb hat nun jedes Gebäude einen präzisen Steckbrief und das ist ein großer Gewinn für die zukünftigen Planungen.“

Urheberrechtshinweis: Das Beitragsbild zeigt den Eingangsbereich-UKE-Neubau-Universitaeres-Herz-und-Gefaesszentrum-Credit-UKE.

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